Die Art und Weise, wie wir arbeiten, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Klassische Bürostrukturen mit festen Arbeitsplätzen weichen zunehmend flexiblen hybriden Arbeitsmodellen. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Büroflächen effizient zu nutzen und gleichzeitig den Wunsch der Mitarbeitenden nach Flexibilität, Austausch und Autonomie zu erfüllen.
Ein zentrales Element moderner Arbeitswelten ist das Desk-Sharing-Konzept. Desk Sharing unterstützt Unternehmen dabei, Raumressourcen optimal zu nutzen, Kosten zu senken und eine agile Arbeitsumgebung zu schaffen. In diesem Beitrag erklären wir, was Desk Sharing ist, welche Desk-Sharing-Modelle es gibt, welche Vorteile Desk Sharing bietet und was Unternehmen bei der Einführung beachten sollten.
Desk Sharing ist ein Arbeitsplatzkonzept, bei dem Schreibtische nicht mehr fest einzelnen Mitarbeitenden zugeordnet sind. Stattdessen werden Arbeitsplätze von mehreren Mitarbeitenden flexibel genutzt – abhängig von Anwesenheit, Aufgabe oder Projekt.
Durch die gemeinsame Nutzung von Arbeitsplätzen und Büroflächen können Unternehmen ihre Flächen effizienter nutzen und Kosten senken. Gleichzeitig ermöglicht Desk Sharing den Mitarbeitenden, ihren Arbeitsplatz flexibel zu wählen und sich je nach Tätigkeit oder Teamkonstellation optimal zu organisieren.
Desk Sharing lässt sich in unterschiedlichen Varianten umsetzen. Die Wahl des passenden Desk-Sharing-Modells hängt von Unternehmensgröße, Arbeitsweise und Kultur ab.
Das Desk Sharing Modell lässt sich nicht pauschal auswählen, sondern muss entsprechend der Bedürfnisse und Arbeitsweisen Ihrer Belegschaft und den Anforderungen Ihres Unternehmens angepasst werden. Nur mit einer passgenauen Arbeitsorganisation und einer individuellen Arbeitsplatzgestaltung lässt sich der Arbeitsalltag effizient und flexibel gestalten.
Desksharing ist ein zukunftsorientiertes Arbeitsplatzkonzept, das Unternehmen dabei unterstützt, Büroflächen effizient zu nutzen und gleichzeitig flexible Arbeitsweisen zu fördern. Die Vorteile von Desksharing liegen in der optimalen Flächennutzung, der Anpassungsfähigkeit an hybride Arbeitsmodelle und der Förderung einer modernen Unternehmenskultur. Ein strategisch geplantes Desksharing-Konzept steigert Produktivität, senkt Kosten und erhöht die Arbeitgeberattraktivität nachhaltig.
Desksharing verbindet Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und moderne Arbeitskultur. Richtig umgesetzt, entsteht eine leistungsfähige und zukunftssichere Arbeitsumgebung.
Karsten Kossatz, Gründer von independesk, dem Airbnb der Arbeitswelt, und bekannt aus der „Höhle der Löwen“ erklärt, wie man die eigenen Bürokapazitäten optimal nutzt und Peaks durch ein flexibles Konzept von Arbeitsplätzen in der Nachbarschaft abfedert.
Desk Sharing ist ein wirkungsvoller Hebel zur Reduzierung von Büroflächen und zur nachhaltigen Senkung von Miet- und Betriebskosten. Da in hybriden Arbeitsmodellen nicht alle Mitarbeitenden gleichzeitig vor Ort sind, ermöglicht Desk Sharing eine realistische Anpassung der Arbeitsplatzanzahl an tatsächliche Anwesenheitsquoten.
Durch ein strategisch geplantes Desk-Sharing-Konzept lassen sich Flächen effizienter nutzen, Leerstände vermeiden und Investitionen in Büroausstattung gezielt optimieren. Gleichzeitig bleibt die Arbeitsumgebung modern, flexibel und bedarfsgerecht. Eine fundierte Analyse des Belegungsgrades bildet die Grundlage für eine wirtschaftlich sinnvolle Flächenberechnung. So wird Desk Sharing zu einem zentralen Instrument für Kosteneffizienz und zukunftsfähige Büroplanung.
Ein zentrales Steuerungsinstrument im Desk Sharing ist die sogenannte Desk Sharing Quote. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen der Anzahl der Mitarbeitenden und den verfügbaren Arbeitsplätzen. Beim Desk Sharing ist die Anzahl der Arbeitsplätze bewusst geringer als die Anzahl der Mitarbeitenden, um Büroflächen optimal auszulasten.
Die ideale Desk Sharing Quote basiert auf realen Anwesenheitsdaten, Arbeitsmustern und organisatorischen Anforderungen. Sie kann mithilfe von Belegungsanalysen, Anwesenheitsstatistiken oder Workforce-Management-Software berechnet werden.
Beispiel: Eine Desk Sharing Quote von 1:1,25 bedeutet, dass sich 20 Mitarbeitende 16 Arbeitsplätze teilen. Das entspricht einem Belegungsgrad von 80 %.
Die optimale Desk Sharing Quote ist individuell und sollte datenbasiert ermittelt werden, um sowohl Wirtschaftlichkeit als auch eine reibungslose Arbeitsplatzverfügbarkeit sicherzustellen.
Ein digitales Buchungssystem ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für professionelles Desk Sharing. Moderne Desk-Sharing-Software ermöglicht es Mitarbeitenden, Arbeitsplätze flexibel zu reservieren und die aktuelle Auslastung in Echtzeit einzusehen. Dadurch wird Desk Sharing transparent, planbar und konfliktfrei organisiert.
Darüber hinaus liefern Buchungssysteme wertvolle Nutzungsdaten zur kontinuierlichen Optimierung des Desk-Sharing-Konzepts. Unternehmen erhalten detaillierte Auswertungen zur Flächenauslastung und können ihre Desk Sharing Quote datenbasiert anpassen. Automatische Benachrichtigungen und integrierte Arbeitsplatzmanagement-Tools unterstützen zusätzlich eine effiziente Arbeitsorganisation.
Ein leistungsfähiges Buchungssystem macht Desk Sharing nicht nur praktikabel, sondern strategisch steuerbar – und trägt wesentlich zur Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz des Konzepts bei. Hier erfahren Sie mehr zu der Buchungssoftware unseres Partners LIZ.
Die Einführung von Desk Sharing erfordert eine klare, strategische Planung und eine realistische Auseinandersetzung mit möglichen Herausforderungen. Desk Sharing ist weit mehr als die Reduzierung von Schreibtischen – es ist ein ganzheitlicher Veränderungsprozess, der Raumstruktur, Organisation und Unternehmenskultur gleichermaßen betrifft.
Ein zentraler Erfolgsfaktor für Desk Sharing ist die passende Infrastruktur. Ergonomische Arbeitsplätze, moderne IT-Ausstattung, stabile Netzwerke, digitale Buchungssysteme sowie ausreichend Stauraum – etwa durch Locker-Systeme oder mobile Aufbewahrungslösungen – bilden die Grundlage für ein funktionierendes Desk-Sharing-Konzept. Ebenso wichtig sind klar definierte Arbeitszonen für konzentriertes Arbeiten, Teamarbeit und informellen Austausch. Nur wenn das räumliche Angebot unterschiedliche Arbeitsweisen unterstützt, kann Desk Sharing produktiv wirken.
Neben der Infrastruktur spielt die Kommunikation eine entscheidende Rolle. Die Einführung von Desk Sharing kann bei Mitarbeitenden Bedenken hervorrufen – etwa hinsichtlich des Verlusts von Privatsphäre, fehlender Personalisierung oder möglicher Unklarheiten bei der Arbeitsplatzverfügbarkeit. Diese wahrgenommenen Desk-Sharing-Nachteile lassen sich jedoch durch transparente Kommunikation, klare Regeln und die aktive Einbindung der Belegschaft deutlich reduzieren.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass Desk Sharing automatisch den Wegfall gewohnter Teamstrukturen bedeutet. Individuell entwickelte Desk-Sharing-Modelle ermöglichen weiterhin teamorientierte Sitzordnungen oder definierte Sharing-Bereiche innerhalb von Abteilungen. Auch die Sorge vor „Reise-nach-Jerusalem“-Situationen ist bei einer realistisch berechneten Desk-Sharing-Quote und dem Einsatz effizienter Buchungssoftware unbegründet.
Grundlage für ein erfolgreiches Desk Sharing ist daher eine fundierte Analyse der Arbeitsweisen, Anwesenheitsquoten und organisatorischen Anforderungen. Unternehmen sollten die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden frühzeitig erheben, Feedback einholen und den Change-Prozess aktiv begleiten. Desk Sharing funktioniert nachhaltig nur dann, wenn es datenbasiert geplant, transparent kommuniziert und gemeinsam mit der Belegschaft entwickelt wird.
Für viele Mitarbeitende ist der Abschied vom festen Schreibtisch zunächst ungewohnt. Sorgen um Privatsphäre, Ordnung oder Verfügbarkeit sind verständlich.
Diese Bedenken lassen sich durch klare Regeln, persönliche Stauraumlösungen, Buchungssysteme und offene Kommunikation gezielt abbauen. Wenn Mitarbeitende die Vorteile von Desk Sharing erleben, weicht Unsicherheit häufig schnell einer positiven Akzeptanz.
Für manche Mitarbeitende mag die Vorstellung, ihren persönlichen Schreibtisch aufzugeben und in ein Desk Sharing Konzept einzusteigen, beunruhigend sein. Wie Sie den Mitarbeitenden die Angst vor Veränderungen nehmen und was alles bei einer Umstellung auf Desk Sharing beachtet werden muss, finden Sie in unserer Checkliste: Einführung von Desk Sharing.
Wie gelingt eine erfolgreiche Desksharing-Umsetzung? Die Einführung von Desksharing erfordert eine sorgfältige Planung, eine leistungsfähige Infrastruktur und eine klare strategische Ausrichtung. Desksharing sollte nicht als kurzfristige Umstellung verstanden werden, sondern als langfristiger Entwicklungsprozess innerhalb moderner Arbeitswelten.gfältige Planung und Vorbereitung. Hier sind einige Punkte, die Unternehmen beachten sollten:
coneon begleitet Unternehmen ganzheitlich bei der Einführung von Desksharing – von der Analyse der Arbeitsweisen über die strategische Konzeption bis zur konkreten Umsetzung. Mit maßgeschneiderten Bürokonzepten unterstützen wir Unternehmen dabei, Büroflächen effizient zu nutzen, flexible Arbeitsmodelle abzubilden und die Akzeptanz der Mitarbeitenden zu sichern. Gemeinsam gestalten wir eine moderne Arbeitsumgebung, in der Desksharing Flexibilität, Effizienz und Wohlbefinden nachhaltig miteinander verbindet.
Die Einführung von Desk Sharing wirft in vielen Unternehmen zunächst Fragen auf – ganz unabhängig davon, ob es um Organisation, persönliche Arbeitsgewohnheiten oder den Umgang mit gemeinsamen Flächen geht. Transparente Informationen sind daher ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Mitarbeitende können ihren Arbeitsplatz über spezielle Reservierungstools oder Software buchen, die es ihnen ermöglichen, einen verfügbaren Platz für einen bestimmten Zeitraum auszuwählen.
Die Privatsphäre kann durch akustische Trennungen oder flexible Raumgestaltungselemente verbessert werden. Sie ist im Shared Desk Konzept tendenziell geringer als bei festen Arbeitsplätzen.
Arbeitsplatzsicherheit kann durch klare Sicherheitsrichtlinien, Zugangskontrollen und Schulungen gewährleistet werden, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende ihre Arbeitsumgebung sicher nutzen.
Die maximale Anzahl von Mitarbeitenden, die sich einen Arbeitsplatz teilen können, hängt von der Bürogröße und der verfügbaren Ausstattung ab. Es gibt jedoch oft Richtlinien, um eine übermäßige Belegung zu verhindern.
Die IT-Infrastruktur sollte flexibel und anpassungsfähig sein, um den Bedürfnissen von wechselnden Nutzenden gerecht zu werden. Dies umfasst die Bereitstellung von Laptops, drahtlosem Internetzugang und einem sicheren Netzwerk.
Desk Sharing fördert die spontane und kollaborative Zusammenarbeit, wenn Mitarbeitende sich an wechselnden Arbeitsplätzen befinden. Die Nutzung gemeinsamer Bereiche kann informelle Kommunikation und Teamarbeit erleichtern.
Unternehmen sollten klare Richtlinien für die Nutzung von Gemeinschaftsarbeitsplätzen festlegen, einschließlich Sauberkeit, persönlicher Verantwortung und Rücksichtnahme auf andere Nutzer.
Durch regelmäßiges Feedback, Mitarbeiterbefragungen und eine flexible Gestaltung der Arbeitsumgebung können Unternehmen sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Shared Desk-Konzept berücksichtigt werden.
Diese Fragen sind gute Ausgangspunkte für Unternehmen, um ihre Mitarbeitenden über den Umstieg auf Desk Sharing zu informieren und ihnen mögliche Bedenken zu nehmen. Durch klare und präzise Antworten können Unternehmen das Verständnis und die Akzeptanz für Desk Sharing fördern. Haben Sie noch weitere Fragen?
Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft Ihrer Büroarbeit gestalten – kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung und gemeinsame Planung.